Jage deine Gazelle

Seit einigen Wochen höre ich mir nun die Reden, etwas präziser eher die Predikten, von Eric Thomas an. Dieser ist ein Motivational Speaker und, wenn man es so nennen möchte, Life Coach. Was ich von ihm gelernt habe und wie sich euer Leben dadurch ändern könnte, findet ihr hier.

Viele werden sich jetzt unter Umständen denken: „Okay schräg, wegklicken. Ich habe mein Leben im Griff. Das Thema betrifft mich nicht.“ Aber ist das wirklich so? Lasst uns einmal gemeinsam darauf schauen. Hier ein paar einfache Fragen, die jeder (Alle Fragen sind zur Vereinfachung im Maskulin formuliert, sind aber für beide Geschlechter gültig):

Wer verdient so viel wie er tatsächlich möchte?

Wer hat ausreichend Freizeit in seinem Leben?

Wer hat schon alle oder zumindest einen Teil seiner Traumreiseziele bereist?

Wer hat sich sein eigenes Traumhaus gekauft oder gar gebaut?

Wer fährt das Auto, dass er unbedingt haben wollte?

Und jetzt nochmal etwas weniger materiell:

Wer hat alle Bücher gelesen, die alle bei Amazon und Co bestellt worden, aber im Bücherregal rumliegen?

Wer ist so fit wie er es sich wünschen würde?

Wer hat es geschafft schon den Halbmarathon zu laufen, den er sich jedes Jahr vornimmt?

Wer hat es erreicht mit dem Rauchen aufzuhören?

Wer spielt weniger Playstation oder Xbox pro Tag?

Wer schafft es sich jeden Tag gesund zu ernähren?

Wer hat sich diesen Monat eine schlechte Angewohnheit abgewöhnt?

Wer, wer, wer?

Wie wir sehen gibt es für jeden Menschen etwas, an dem er oder sie wachsen kann. Ein Punkt, in dem wir uns verbessern können. Ein Aspekt, den wir verändern möchten. Doch was ist die Realität? Ganz einfach. Die Realität der meisten von uns sieht aus wie unser Dachboden, Keller oder unsere Garage. Genauso wie wir es nicht schaffen eben jene auszumisten, uns von alten Dingen zu trennen, Notwendiges zu sichern und den Müll zu entsorgen, alles zu ordnen und damit von allen unnötigen materiellen Lasten zu befreien, können vollbringen wir es nie uns endgültig von persönlichen und charakterlichen Altlasten zu lösen.

Doch was hat all das mit einer Gazelle zu tun? Wie kommt man auf einen solchen Titel? Hört man sich über einen längeren Zeitraum verschiedene Reden von eben jenem Motivational Speaker Eric Thomas an, dann findet man immer wieder das Beispiel der Gazelle und des Löwen. Thomas vergleicht den Menschen und seine mit einem Löwen, der eine Gazelle jagt und beleuchtet die Denkweise des Jägers und der Gejagten. Dabei formuliert er einen Gedankengang, den wir uns alle überall, unsere Notizbücher, unsere Smartphones, an unsere Wände etc. notieren sollten: “When you are a true hunter, you don’t go by time, you go by the gazelle. When you are a true hunter, you don’t hunt from 8 to 3. Why? Because the gazelle may not be open from 8 to 3. You hunt until you get a gazelle and you don’t stop until you get one.“

Es geht um die Motivation erfolgreich zu sein. Dein Erfolg ende nicht mit dem Beginn deines Feierabends. Kein Naturgesetz dieser Welt würde das sagen, unser allgemeines gesellschaftliches Verständnis schon. Thomas sagt das Gegenteil. Was er hier aber nicht sagt ist aus meiner Sicht ein viel wichtigerer Aspekt. Wenn der Löwe einmal losläuft, hört die Gazelle nicht auf zu fliehen, weil sie eben kurz am Fluss Wasser braucht. Gleichzeitig pausiert der Löwe nicht, weil ihm ein Schmetterling aufgefallen ist, der ihn davon abhält zu fokussieren. Die hält so lange an, bis die Gazelle dem Löwen davongelaufen ist oder der Löwe seine erlegt hat. Beide, der Löwe und die Gazelle stecken all ihr Können, ihre Kraft und vor allem ihren auf diesen einen Moment, um zu überleben oder nicht zu hungern. Übertragen auf uns Menschen bedeutet das folgendes: Viele von uns haben erstrebenswerte Ziele, oder gar Visionen. Manchmal große, vielleicht aber auch einige persönliche kleine. Das ist nicht wichtig. Und viele von uns beginnen auch, teilweise mit großen und schnellen Schritten, dieses Ziel zu verfolgen. Doch geben wir uns schnell den kleinsten Ablenkungen hin und verlieren uns anschließend in der Wüste der Erfolglosigkeit als in der Steppe die Gazelle zu jagen. Und anstatt die Früchte unserer Anstrengungen zu ernten und unsere Beute zu erlegen, verhungern wir an der Trostlosigkeit des Alltags, weil wir es nicht geschafft haben unserem Lebenstraum, der Gazelle, nachzujagen. Deshalb ist genauso wichtig den nicht zu verlieren wie die Jagd nach unserem überhaupt aufzunehmen. Denn vielleicht ergreifen wir nicht die erste oder zweite Gazelle, aber der Löwe legt sich auch nicht einfach auf die faule Haut und schmollt, weil die Jagd keinen Spaß macht. In diesem Sinne empfehle ich jedem und jeder nach dem Lesen dieses Beitrags ein Ziel zu identifizieren, dass sich vielleicht in 2-3 Monaten erreichen lässt. Zum Beispiel ein paar Kilogramm abzunehmen oder regelmäßig um 6 Uhr aufzustehen, statt bis kurz vor Arbeits- oder Unibeginn im Bett zu liegen. Versucht dieses Ziel für 8-12 Wochen zu fokussieren und zu verfolgen. Es ist ein erster Test, um herauszufinden, wie gut ihr fokussieren könnt. Schafft ihr das, dann sucht ihr euch ein neues Ziel mit einem größeren Zeitrahmen. Scheitert ihr, dann wisst ihr woran ihr in der kommenden Zeit arbeiten müsst. Viel Erfolg.

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